15:58:59 12.03.2018

Wieder ein Auf und Ab

Das letzte Heimspiel der DJK Brose Bamberg (10.) in dieser Saison der 2. Planet Photo Damen-Basketball-Bundesliga Süd: Die jungen Cheerleaderinnen der Brose Bamberg Junior Dancers und eine gut bestückte Tombola erfreuten die rund 130 Zuschauer. An den Basketballerinnen von Trainerin Jessica Miller war es, ihre Leistung sprechen zu lassen, zumal die Lautsprecher in der Graf-Stauffenberg-Halle nicht zum Laufen zu bringen waren. Spannung und wie so oft ein Auf und Ab boten die Bambergerinnen ihren Fans, sie unterlagen dem Absteiger TSV Wasserburg II mit 67:74 (64:64, 32:31) nach Verlängerung.

Auf eine Galavorstellung der DJK Brose, zumal gegen das Schlusslicht der Tabelle, hoffte das Publikum vergebens. Stattdessen präsentierte sich ein Gast, der spiel- und einsatzfreudig sowie erstaunlich motiviert vom Inn an die Regnitz gekommen war, und ein Miller-Team, das alles nochmals aufs Parkett brachte, was es in dieser Saison bislang geboten hatte: Schnelles, sauberes Spiel mit Ballstafetten, die in leichten Punkten mündeten, eine konsequente Abwehr, die keinen freien Abschluss zuließ, aber auch wieder das Auslassen bester Wurfchancen, Ballverluste ohne Not, kopfloses Anrennen und eine mitunter überfordert wirkende Abwehr. Ein Dreier von Magdalena Landwehr mit der Sirene brachte das 19:15 nach dem ersten Viertel, das genauso ausgeglichen verlief wie das zweite (13:16).

Nach der Pause übernahmen die technisch gut ausgebildeten und schnellen Oberbayerinnen das Kommando, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Sie agierten konzentrierter und mit etwas mehr Siegeswillen. 48:53 stand es nach 30 Minuten, ein 12:0-Lauf zum 57:53 brachte die DJK auf Erfolgskurs. Doch dann stellten die Bambergerinnen mitunter wieder das Basketballspielen ein, Wasserburg ließ nicht locker. Es passte ins Bild, dass ein falsches Signal der 24-Sekunden-Uhr den letzten verheißungsvollen Angriff der DJK Brose unterbrach – Verlängerung. Und die ging verdient an den Absteiger. Ausgeglichene Werte weist die Statistik aus, ihr Plus an Punkten erarbeiteten sich die Wasserburgerinnen mit Dreiern (6/18, DJK Brose 3/11) und an der Freiwurflinie (22/30, Bamberg 8/15).

Der Sportliche Leiter Sebastian Gut bilanziert: „Es waren Sequenzen dabei, in denen aufblitzte, wie das Team spielen kann. Leider ist es symptomatisch für die Saison, dass diese Sequenzen meist die Ausreißer waren. Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Viele vermeidbare Fehler und ausgelassene Chancen kosten den möglichen Sieg. Enttäuschend, zumal im letzten Heimspiel vor guter Kulisse, dass die positiven Emotionen vor allem von den Trainern und der Tribüne kommen, während die Mannschaft mit sich beschäftigt ist und Mentalität vermissen lässt. Wie man auch spielen kann, wenn es um nichts mehr geht, hat Wasserburg als Absteiger gezeigt. Ein verdienter Sieger.“ Coach Jessie Miller sah das Spiel nicht so schlecht: „Wir haben in der Abwehr bis zur Verlängerung mit Energie und Intensität gespielt. Wir hatten einen guten Lauf am Ende der regulären Spielzeit. Ziemlich sauer waren wir, als der Fehler mit der 24-Sekunden-Uhr passierte, der uns einen Schnellangriff und den Sieg verdarb.“

Am Sonntag (16.30 Uhr) steht der Saisonausklang bei den Rhein-Main Baskets (7.) an. Ein Bamberger Sieg wäre eine angenehme Überraschung. (Quelle: www.infranken.de)

DJK Brose Bamberg: Bethune (16), Waldner (14), Landwehr (10), Zeis (9), Hesselbarth (7), Förner (6), Münder (5), Hager, Schrüfer, van der Velde
TSV 1880 Wasserburg II: Heise (16), Lalonde (16), Wood (13), Perner (12), Scholzgart (10), Stemmer (5), Huber (1), Luthardt (1)