10:41:27 10.04.2017

Saarlouis und Marburg brauchten Spiel drei

Das Halbfinale der Playoffs in der 1. Planet-Photo DBBL (Damenbasketball-Bundesliga) steht. Während sich der TSV Wasserburg (84:51 in Chemnitz) und die Rutronik Stars Keltern (76:70 in Hannover) jeweils nach zwei Partien durchsetzten, benötigten der BC Pharmaserv Marburg (92:65 gegen Bad Aibling) und die TV Saarlouis Royals (83:75 gegen Herne) ein drittes Viertelfinalspiel, um danach den Einzug in die Runde der besten Vier feiern zu können. Auch das Halbfinale wird im Modus “Best of three” ausgetragen, d.h., es reichen zwei Siege, um ins Finale einzuziehen. Spiel eins steht am kommenden Samstag, 15. April, an. Dabei empfängt Keltern die Marburgerinnen, während Wasserburg auf Saarlouis trifft. Hier kommt es zur Finalpaarung des Vorjahres.

Spiel zwei hatte Marburg in Bad Aibling am Freitagabend mit 58:65 verloren. Motivation genug, um dann zwei Tage später eine richtig starke Vorstellung abzuliefern. Im “Alles-oder-nichts”-Spiel zeigte das Team um Trainer Patrick Unger keine Nerven, während die Gäste ihre Leistung vom Freitag nicht wiederholen konnten. Bis zum 50:45 nach 23 Minuten verlief die Partie noch recht eng, dann aber zog Marburg eindrucksvoll davon. Bisweilen betrug der Vorsprung 30 Punkte. “Ich freue mich, dass wir wie schon im letzten Jahr wieder um die Medaillen mitspielen. In Bad Aibling hat uns die nötige Intensität gefehlt. Im dritten Spiel haben wir immerhin besser getroffen, und das war wichtig. Ab dem dritten Viertel haben wir auch weitaus besser verteidigt”, resümierte Unger, für dessen Team Finja Schaake (18 Pkt.) und Diana Voynova (17) am besten trafen. Für Bad Aibling kam Jessica Höötmann auf 20 Zähler. 

In Saarlouis verlief die entscheidende Begegnung bei weitem spannender, kam einem echten Showdown gleich. Selbst 14 Punkte Vorsprung der Gastgeberinnen nach dem Seitenwechsel waren kein beruhigendes Polster, denn die Hernerinnen hielten mit aller Macht dagegen. Am Ende aber reichte es doch für die Saarländerinnen nach einer nicht nur spannenden, sondern auch sehr ansehnlichen Partie. Die Gäste gewannen zwar die beiden letzten Viertel mit 18:22 und 17:19, doch entscheidend kamen sie nicht mehr heran. 
„Ich denke, das Spiel wurde dem Anspruch zweier guter Mannschaften gerecht. Es war wieder ein knappes und intensives Spiel mit dem besseren Ausgang für unser Team. Glückwunsch an meine Mädels, aber auch ehrlichen Respekt an Herne. Das war ein Play-Off-Viertelfinale auf Augenhöhe“, meinte Royals-Coach Hermann Paar. Vier Royals-Spielerinnen punkteten zweistellig. Portia Durrett erzielte 25 Punkte, Sabine Niedola kam auf 21 Punkte, Levke Brodersen auf 19 und Jamailah Adams erzielte 10 Zähler.

Auch in den Zweiten Ligen stehen nun die Finalpaarungen. Im Süden stand bereits vor dem Wochenende fest, dass ab Ostersamstag die AXSE BasCats Heidelberg und die DJK Brose Bamberg um den Erstligaaufstieg spielen werden. Im Norden musste eine dritte Partie entscheiden. Dabei setzte sich das Wolfpack Wolfenbüttel mit 75:69 gegen die GiroLive-Panthers durch, nicht zuletzt dank des starken Auftritts der beiden US-Profis Ally Gloyd (15 Punkte, 17 Rebounds) und Alysha Womack (21 Pkt.). Gegner des Wolfpacks im Finale werden die BG 74 Veilchen Ladies sein. Im Entscheidungsspiel setzten sich die Göttingerinnen gegen die TG Neuss Tigers im Schlussspurt mit 76:69 durch. Verdine Warner (22 Pkt., 16 Rebounds) und Jennifer Crowder (21 Pkt.) waren letztendlich durch die nie aufgebenden Gäste nicht entscheidend zu stoppen.