15:43:19 12.10.2017

Platzt zuhause gegen Bad Homburg der Knoten?

Positive Erkenntnisse, aber auch viele Fehler, die es nach wie vor zu korrigieren gilt, sind bei der DJK Brose Bamberg in die Analyse des letzten Spiels und die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die Elangeni Falcons Bad Homburg am Samstag um 15:30 Uhr in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle eingeflossen. Während die Hessinnen, Halbfinalist in der Vorsaison, nach einem Weckruf zum Auftakt zuletzt zwei Siege verbuchten, ist die Mannschaft des Trainergespanns Jessica Miller, Kathrin Gut und Kai Tzschentke nach drei Begegnungen noch ohne Erfolg.

Das soll sich im vierten Anlauf möglichst ändern, wird aber gewiss wieder keine leichte Aufgabe. Der Gast aus der Kur- und Kongressstadt Bad Homburg, die mit dem Motto “Champagnerluft und Tradition“ für sich wirbt, verlor mit Elena Popkey, Celia Marfone und Julia Pöcksteiner zwar drei absolute Leistungsträger, rüstete dafür aber mächtig auf. Finnlands Nationalspielerin Camilla Grönberg, die US-Amerikanerin Stephanie Furr, Spielmacherin Alexandra Polishchuk, Ukrainerin mit kanadischem Pass, sowie die Erstliga-erfahrene Gergana Georgieva und zuletzt auch die frühere polnische Jugend-Nationalspielerin Nikola Kacperska – sie alle zog es über den Sommer in den Hochtaunuskreis, wo die Lokalpresse in ihrer Saisonprognose von einem „soliden Platz im Mittelfeld ohne Abstiegssorgen“ schrieb. Bei der 43:69-Heimniederlage zum Auftakt gegen Würzburg zeigte sich, dass auch die Falcons sich erst als Team finden müssen, nominell dürften sie aber ein Kandidat für die Playoff-Ränge sein. Nach einem deutlichen Erfolg über Speyer (85:54) und dem jüngsten Zittersieg gegen Keltern II (68:67) steht die Mannschaft um die Ex-Bambergerin Tanja Lehnert, die 2015/2016 in der Domstadt auflief, vor ihrer ersten Auswärtshürde.

An den Gastgeberinnen ist es, die Frage zu beantworten, wie hoch diese liegt. Nach einer von Krankheiten und Verletzungen gezeichneten, aber immerhin vollen Trainingswoche sieht DJK-Cheftrainerin Jessie Miller ihre Schützlinge in der Pflicht: „Der Fokus liegt, wie in den Wochen zuvor auch, darauf, dass wir uns steigern. Wir werden cleverer spielen müssen und dürfen uns bei Weitem nicht so viele Fehler leisten, wenn wir eine Chance haben wollen, das Spiel zu gewinnen. Bad Homburg ist ein erfahrenes Team mit vielen guten Ausländerinnen.“ In Freiburg war es am vergangenen Samstag einmal mehr die hohe Zahl der Ballverluste, durch die sich die Brose-Korbjägerinnen eigener Optionen beraubten und dem Gegner in die Karten spielten. Erschwerend hinzu kam das klar verlorene Reboundduell. „Wir müssen die Bretter kontrollieren und unseren Ballbesitz abschließen, das wird entscheidend sein“, fordert Miller.

Jede einzelne Spielerin sei dabei gefordert, im Vergleich zu den ersten Begegnungen eine Schippe draufzulegen und die ihr zugedachte Rolle zu erfüllen. „Wir haben intensiv trainiert und uns auf unsere Stärken besonnen. Bad Homburg ist ein unangenehmer Gegner. Wir müssen es schaffen, die selbstverschuldeten Fehler zu minimieren und das Tempo des Spiels zu kontrollieren. Wenn wir intensiv und möglichst ohne Fouls verteidigen, und im Angriff auf den Ball aufpassen, können wir hoffentlich den ersten Saisonsieg einfahren“, so die zuletzt deutlich verbesserte US-Amerikanerin Jamiyah Bethune.

Präsentiert wird das Heimspiel gegen Bad Homburg, im Zuge dessen die DJK Brose Bamberg ihre langjährige Dreierexpertin Liisi Sokman offiziell verabschieden wird, von Haupt- und Namenssponsor Brose. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro (ermäßigt 3 Euro). Dauerkarteninhaber von Brose Bamberg sowie Mitglieder der Basketball-Abteilung der DJK Don Bosco Bamberg und des Brose Bamberg e.V. zahlen den ermäßigten Tarif. Für Kinder bis 10 Jahre ist der Eintritt frei. Tickets sind ab eine Stunde vor Spielbeginn an der Tageskasse erhältlich. Dort können auch noch Dauerkarten für die neue Saison erstanden werden.