20:36:26 11.03.2018

Panthers haben Löwen im Griff

Die Basketballerinnen der GiroLive Panthers Osnabrück gehen als Hauptrundensieger in die Playoffs der 2. DBBL Nord: Schon vor dem 89:70 (45:35)-Erfolg gegen die Bergischen Löwen war Platz 1 sicher, denn Neuss hatte am Tag zuvor in Wolfenbüttel verloren. Das Team von Mario Zurkowski und Stefan Eggers dürfte also ein entscheidendes drittes Spiel sowohl in der ersten Runde gegen Lichterfelde als auch im Finale in der OSC-Halle A bestreiten.

Vor ca. 400 Zuschauern starteten die Gastgeberinnen ordentlich in die Partie, mussten aber nach etwa fünf Minuten eine Schrecksekunde verdauen. Melli Knopp war schmerzhaft umgeknickt. Sie kam zwar im zweiten Viertel noch einmal zurück ins Spiel, wurde nach der Pause jedoch geschont. Der Schock war schnell verflogen, die Panthers setzten sich bis zum Viertelende von 13:8 (8. Minute) auf 23:15 ab.

Die ersten vier Zähler im zweiten Viertel gingen auf das Konto der Gäste, anschließend gelang den Löwen aber drei Minuten kein Punkt. Osnabrück zog auf 34:19 davon (15.). Der Tabellenletzte fand zurück in die Spur, Topscorerin Deeshyra Thomas (17 Zähler) verkürzte sogar auf drei Zähler (38:35; 18.). Binnen einer Minute sorgten Tonia Dölle & Co. aber für die 45:35-Führung zur Pause.

Bis zum 53:45 (26.) blieben die Gäste aus Bergisch Gladbach in Schlagdistanz. Dann kamen Jenny Strozyk und Emma Eichmeyer wieder auf das Feld. In den folgenden vier Minuten erzielten die beiden 18-jährigen Spielerinnen acht beziehungsweise sechs Punkte und trugen so maßgeblich dazu bei, dass die Panthers mit 71:50 in den finalen Spielabschnitt gingen. „Wie sie spielen und was sie machen ist toll anzusehen. Sie sind noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen“, sagte Eggers. „Wir haben sie die ganze Saison schon immer wieder eingebunden, damit sie jetzt eine wichtige Rolle spielen können“, ergänzte Zurkowski. Jenny Strozyk traf jeden ihrer vier Versuche aus der Distanz und war mit 18 Punkten beste Werferin. Emma Eichmeyer kam auf zwölf Zähler.

Im Schlussviertel hatte der Tabellenführer die Partie jederzeit im Griff, auch wenn Bergisch Gladbach zwischenzeitlich noch einmal auf 13 Zähler verkürzen konnte (82:69; 37.). Mikaela Gustafsson und Milica Milosev hielten den Favoriten in der Schlussphase auf Kurs. „Die Löwen hatten keine Antwort auf unser Angriffsspiel. Leider haben wir am Ende aufgehört zu verteidigen. Es ärgert mich, dass wir heute 70 Punkte zugelassen haben“, so Zurkowski. Eggers nannte es ein „schwieriges Spiel“: „Durch die Niederlage von Neuss war die Spannung im Vorfeld raus. Man muss dann gucken, dass man nicht zu viel fordert, aber trotzdem konzentriert bleibt. Wir haben es dementsprechend solide runtergespielt.“

22 Ballgewinne gelangen den Panthers, die auch bei den Assists (18:11) und Rebounds (45:37) die Nase vorn hatten. Sie zwangen den Gegner zu 26 Ballverlusten, leisteten sich selber 15. Bei den Wurfquoten hatte Osnabrück bei den Dreiern (47 Prozent) und Freiwürfen (75 Prozent) ein Plus.

Evita Iiskola war nach Erkältung wieder an Bord, verzichten mussten die Coaches aber auf die angeschlagene Jacinda Myers-Sanders. Dafür kehrte Emily Enochs nach mehrwöchiger Verletzungspause zurück auf das Feld.

Die Viertel im Überblick: 23:15; 22:20; 26:15; 18:20.

Für die Panthers spielten: Dara Taylor (8 Punkte, 6 Assists, 9 Steals), Melli Knopp, Tonia Dölle (7), Merve Silik, Jenny Strozyk (18/4 Dreier), Emma Eichmeyer (12/1), Ramona Tews (6), Emily Enochs, Milica Milosev (17/1, 5 Assists), Mikalea Gustafsson (17, 12 Rebounds)