10:27:00 12.02.2018

Kontrolle behalten, Revanche gelungen

Ein überdeutlicher Heimsieg – und doch wirkt Bad Homburgs Trainer Brown gefasst. Was aber nicht nur am mangelhaften Umschaltspiel seiner Damen liegt
Bad Homburg. 

Mit einem 85:60 (38:33)-Sieg über den TSV Wasserburg II haben die Elangeni Falcons Bad Homburg in der 2. Basketball-Bundesliga Süd der Damen am Fastnacht-Samstag den nächsten Schritt in Richtung Playoffs gemacht und Rang zwei hinter Spitzenreiter Freiburg verteidigt. Das Hinspiel in Wasserburg hatten die Falcons wegen einer schlechten Performance verloren. Und auch diesmal war Coach Brown nicht zufrieden.

„Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel“, stufte Brown den zwölften Saisonsieg durchaus kritisch ein. Vor etwas mehr als 120 Zuschauern hatten die Gastgeberinnen zwar von Beginn an die Führung inne, aber „es ist uns einfach nicht gelungen, eine konstant gute Leistung über alle vier Viertel anzuliefern“ (Brown).

Vor allem das Umschaltspiel war dem HTG-Trainer ein Dorn im Auge: „Da müssen wir im Hinblick auf die Playoffs noch eine Schippe drauflegen.“ Zwar mussten die Elangeni Falcons auf ihre finnische Nationalspielerin Camilla Grönberg verzichten (sie tritt am Mittwoch um 20.30 Uhr mit ihrem Team in Brest im Rahmen der EM-Qualifikation gegen Frankreich an), aber das konnten die Kurstädterinnen gegen den ohne die Ex-Bad-Homburgerin Julia Pöcksteiner angetretenen Tabellenletzten locker kompensieren. Vor allem durch die Präsenz von Stephanie Furr, die mit ihrer variablen Spielweise der Partie ihren Stempel aufgedrückt hat.

Der 22:14-Vorsprung nach dem ersten Abschnitt verkürzte sich bis zur Halbzeitpause zwar auf 38:33, aber bis zum Ende des dritten Drittels zogen die Kurstädterinnen auf 56:48 davon und packten in den letzten zehn Minuten der Begegnung nochmals 29 Punkte drauf.

Den Löwenanteil an den 85 Punkten, mit denen im achten Heimspiel in dieser Saison der siebte Sieg in Folge gefeiert wurde (nur der Auftakt gegen Würzburg ging mit 43:69 verloren), steuerte ein Quartett bei: Stephanie Furr (19), Alexandra Polishchuk (18), Gergana Georgieva (16) und Nikola Kacperska (11).

„Bei Nerea Garmendia Odriozola müssen wir aufpassen, dass die Attacken der Gegner nicht überhandnehmen“, ärgerte sich Brown, dass der spanische Neuzugang auch diesmal wieder härter angegangen worden ist als ihre Kolleginnen.

Bis zum 11. März erwartet die Elangeni Falcons ein interessantes Restprogramm. Den Hessen-Derbys in Langen bei den Rhein-Main Baskets (17. Februar) und gegen die SG Weiterstadt (25. Februar) folgen die Spitzenspiele gegen die Tabellennachbarn Burger Estriche Jahn München (3. März) und Eisvögel USC Freiburg (11. März). Am letzten Spieltag (18. März) ist das Taunus-Team spielfrei. Anschließend beginnen die Playoffs um den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Elangeni Falcons: Furr (19), Polishchuk (18/2), Georgieva (16), Kacperska (11/1), Semerda (6), Garmendia Odriozola (5), Gregor (4), Lehnert (4), Finke (2), Jugo.