10:34:23 13.04.2018

Kampf um den Finaleinzug: Wasserburg empfängt Herne

Zum Auftakt des Play-Off-Halbfinales um die Deutsche Meisterschaft im Damen-Basketball empfängt der TSV Wasserburg am Sonntag den Herner TC. Sprungball zu Spiel eins ist um 16:00 Uhr in der Badria-Halle.

Nikolay Gospodinov erwartet ein hartes Match: „Herne ist ein wirklich sehr starkes Team, dass in dieser Saison schon alle hat schlagen können. Vor allem auch auf den Positionen vier und fünf sind sie hochkarätig besetzt.“ Der Wasserburger Trainer fordert von seiner Mannschaft, zum einen die Rebounds zu kontrollieren und zum anderen höchste Konzentration in der Verteidigung auf allen Positionen, denn die Gäste verfügen auch über einige hervorragende Distanzschützinnen.

Die meisten Dreier der bisherigen Saison haben übrigens die TSV-Damen selbst versenkt und führen diese Statistik mit 34 Prozent und insgesamt 202 Treffern von jenseits der 6,75 Meter an. Herne gehört zu den wenigen weiteren Teams der 1. Bundesliga mit einer Quote von über 30 Prozent. Dabei zeichnet sich vor allem US-Aufbauspielerin Katlyn Bussey mit durchschnittlich 41 Prozent besonders aus. Topscorerinnen bei den Nordrhein-Westfalen sind allerdings Courtney Range (ebenfalls USA) mit 13 Punkten pro Spiel, die Italienerin Beatrice Attura (10,1) und Karin Kuijt (10,2), die eine Riege von vier Holländerinnen in der Mannschaft von Coach Marek Piotrowski anführt.

Herne, das sich im Viertelfinale gegen Nördlingen mit 2:0 durchsetzen konnte, hatte die Hauptrunde als Tabellendritter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Wasserburg beendet und konnte dabei als einziges Team im deutschen Oberhaus alle Heimspiele gewinnen. Diese Tatsache macht einen erfolgreichen Auftakt in die Play-Offs für den TSV am Sonntag umso wichtiger, denn beim Modus Best-Off-Three mit einem 0:1 zu einem solch heimstarken Kontrahenten fahren zu müssen, würde den Druck in dieser Serie enorm erhöhen.

In den drei bisherigen Aufeinandertreffen der Spielzeit konnten sich die Innstädterinnen zuhause im Ligaspiel im Oktober mit 84:65 noch deutlich durchsetzen, doch schon zu Beginn des neuen Jahres bedurfte es im Pokalviertelfinale ebenfalls in der heimischen Halle einen Kraftakt und einiges Glück für einen denkbar knappen 78:77-Sieg. Anfang Februar bewiesen die Hernerinnen, dass sie sich im Laufe der Saison immer besser zusammengefunden haben, und schlugen den amtierenden deutschen Meister in der Rückrunde mit 79:75.

„Wir brauchen die gleiche Energie und Einstellung wie beim Pokalfinale vor drei Wochen“, so Head-Coach Gospodinov: „Wir wollen kämpfen und den Ball in der Offense gut bewegen, dann können wir unseren Fans, die uns hoffentlich wie immer so super unterstützen, eine hervorragende Partie bieten.“