19:49:53 12.02.2018

Hurricanes geben Führung in Neuss ab

Scheeßel - Zum dritten Mal in Folge haben die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes ein knappes Auswärtsspiel nicht für sich entschieden. Wie bereits zwei Wochen zuvor beim Spitzenreiter OSC Osnabrück, so führte der Tabellenfünfte auch bei der TG Neuss in der Schlussphase, gab den Sieg aber noch aus der Hand. Coach Mahir Solo war trotz der 53:58 (30:31)-Niederlage alles andere als enttäuscht. „Das war eines unserer stärksten und besten Spiele in dieser Saison“, bemerkte der Bosnier.

Solo legte Wert auf die Feststellung, dass Neuss schließlich auf Platz zwei liege und um den Aufstieg in die erste Liga kämpfe: „Wir haben eine großartige Defense gespielt, sie haben nur 58 Punkte gegen uns gemacht.“ Keine Spur von Kritik oder gar Vorwurf also, dass eine Sechs-Punkte-Führung aus der 35. Minute nicht ins Ziel gerettet wurde: „Für den Sieg hätten wir etwas mehr Erfahrung gebraucht, welche dieses junge Team in der Saison sammelt.“

Vielleicht spielte auch die Kraft eine Rolle, denn die Hurricanes waren nur zu siebt und komplett ohne die U?18-Spielerinnen nach Neuss gereist. „Manche waren krank, manche konnten aus schulischen Gründen nicht mitkommen“, erklärte der Coach. Hinzu kam, dass Cassidy Clark bereits im dritten Viertel mit vier Fouls belastet war.

Als die ehemalige Hurricanes-Leistungsträgerin Franziska Worthmann für ihre Neusserinnen das 20:12 Anfang des zweiten Viertels erzielte, schien die Richtung klar zu werden. Doch mit einem 9:0-Run kamen die Hurricanes zurück ins Spiel und zur zwischenzeitlichen 21:20-Führung (15.). Die Gastgeberinnen gingen zwar mit einem 31:30 in die Pause und erhöhten per Dreier durch Briana Williams zum 36:30 (24.), dann aber folgte die wohl beste Phase der Hurricanes, auch weil Pia Mankertz zwischen der 25. und 28. Minute drei Dreier gelangen. Mirja Beckmann, mit zwölf Punkten zweitbeste Werferin ihres Teams, erhöhte auf 44:38 (29.). Birte Riebesell und Hannah Pakulat bauten die Führung noch auf 48:41 aus (33.), doch auch Mankertz‘ vierter Dreier zum 51:45 schüttelte Neuss nicht ab (35.). Spätestens als Beckmann 18 Sekunden vor dem Ende nach einem Steal und Worthmann-Foul zwei Freiwürfe beim 53:56-Rückstand liegen ließ, bog Neuss auf die Siegerstraße ein. „Unterm Strich war das aber ein großartiges Spiel von unserer Mannschaft. Ich bin wirklich stolz, wie sie gespielt hat“, betonte Mahir Solo. - maf

Rotenburger Kreiszeitung