10:05:54 12.03.2018

Falcons ringen Eisvögel nieder

Bad Homburg. 

Das war kein Spiel für herzkranke Kurgäste. Im letzten Punktspiel der regulären Saison in der 2. Bundesliga Süd haben die Basketballerinnen der Elangeni Falcons Bad Homburg gestern Abend nach einer begeisternden Partie vor voller Halle gegen Spitzenreiter USC Freiburg mit 69:67 gewonnen und den Eisvögeln nach dem 80:78 im Breisgau die zweite Niederlage beigebracht. Die wichtigste Nachricht dabei: Mit diesem Sieg haben sich die Bad Homburgerinnen in den Playoffs um den Aufstieg in die 1. Bundesliga das Heimrecht in der „Best-of-three“-Serie gesichert. Voraussichtlich wird am vierten März-Wochenende Burger Estriche Jahn München der Gegner sein. „Darauf werden wir uns ab Dienstagabend akribisch vorbereiten, wobei die Siege gegen Freiburg für unser Selbstvertrauen enorm wichtig waren“, sagte Coach Jay Brown.

Die Falcons könnten sogar Meister der Punktrunde werden. Dazu bedarf es aber der Schützenhilfe von BVUK Sharks Würzburg. Die sind am Sonntag um 16.30 Uhr in Freiburg zu Gast. Bad Homburg ist am letzten Spieltag spielfrei. Nur im Falle eines Erfolgs von Würzburg (gestern 74:58-Sieger in Weiterstadt) wäre das Taunus-Team Meister, da es den direkten Vergleich mit Freiburg gewonnen hat.

Zurück zur gestrigen Partie im Feri-Sportpark: Der Spielverlauf war sehr ausgeglichen. Allein die Viertel-Ergebnisse von 19:18, 18:17, 16:18 und 16:14 belegen, dass sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte und am Ende Nuancen den Ausschlag gaben. „Dass wir Freiburgs Topscorerin Kelly Anne Hughes vor viele Aufgaben gestellt und sie bei nur sechs Punkten gehalten haben, war sicherlich der Schlüssel zum Sieg“, freute sich Brown, dass die Taktik aufging. Zwar sammelte die Freiburgerin Kristen Elise Galfney 31 Punkte und konnte von den Falcons nie richtig unter Kontrolle gebracht werden, allerdings verteidigten die Kurstädterinnen die anderen Spielerinnen der Eisvögel so gut, dass nur noch Luana Rodefeld, die als Jugendliche beim MTV Kronberg und bei den Falcons spielte bevor sie auf das Basketball-Teilzeitinternat Grünberg wechselte, zweistellig punkten konnte. Dass es in dieser ausgeglichenen und hochklassigen Partie für die Homburger Falcond dann am Ende zum Sieg langte, lag an einer grandiosen Leistung des gesamten Teams, in dem die Spanierin Nerea Garmendia Odriozola - trotz Rippenprellung - wie schon zuvor in München wieder 20 Punkte erzielte. "Ich bin sehr stolz auf das Team", so Coach Brown nach Spielende, der sich zusammen mit der Mannschaft bei den zahlreich erschienenen Fans persönlich für die Unterstützung bedankte.