10:52:46 21.04.2017

Erster Matchball für die Sterne

Basketballerinnen wollen Halbfinal-Serie in Marburg vorzeitig entscheiden.
Noch ist das Team aus Hessen so etwas wie ein Angstgegner.

RALF KOHLER (PFORZHEIMER ZEITUNG) | KELTERN/MARBURG

Eine weitere konzentrierte Leistung von Marina Markovic und Co. ist nötig, damit Kelterns Basketballerinnen gegen Marburg (in Blau) die Chance auf den Einzug ins Play-off-Finale nutzen können. Foto: Hennrich

In ihrer zweiten Bundesliga-Saison haben die Rutronik Stars Keltern schon ein paar Höhepunkte erlebt. Neben den beiden Punktspielerfolgen gegen den TSV Wasserburg war da die Finalteilnahme im DBB-Pokal, auch wenn das Endspiel gegen den Favoriten aus Bayern nicht zu gewinnen war. Um die laufende Spielzeit zu krönen, muss nun auch in der Meisterschaftsrunde die Finalteilnahme her – und die können die Sterne in der heutigen Partie beim BC Marburg perfekt machen (Spielbeginn 20 Uhr). Gelingt ein Sieg, wäre ein freies Wochenende, der Lohn für die Kelterner Basketballerinnen.

Keltern will den Sack zumachen

Sollten die Marburgerinnen gewinnen, würde Sterne-Trainer Christian Hergenröther das Spiel am Samstag mit seinem Team aufarbeiten. Die Entscheidung im Halbfinal-Duell würde dann am Sonntag um 17.30 Uhr ein drittes Play-off-Spiel gegen die Hessinnen bringen.

„Im Finale zu stehen, das ist ein Traum“, sagt Hergenröther. Genau wie Sterne-Manager Dirk Steidl ist der Trainer positiv gestimmt. Am Ostersonntag, zum Start ins Play-off-Halbfinale, habe Keltern „nach langer Zeit wieder eine tolle Leistung geboten“, sagt Steidl. Vor allem gelang seinem Team ein guter Start, wie ihn sich Steidl nun auch fürs Auswärtsspiel erhofft.

Nach dem 77:60 zu Hause war Hergenröther sehr zufrieden. Er weist aber darauf hin, dass es darum geht, solch eine Leistung erneut abzurufen. „Es hängt natürlich immer auch vom Gegner ab. Wenn die Marburgerinnen in der Offensive bessere Entscheidungen treffen, können sie uns auf jeden Fall gefährlich werden.“ Und er fügt hinzu: „Es gibt sicher Gegner, die uns besser liegen.“ Zur Erinnerung: Die Qualifikation fürs Halbfinale war schon 2016 möglich, doch als Vierter der Hauptrunde scheiterte Keltern am Fünften Marburg. Von fünf Spielen in der vergangenen Saison entschieden die Sterne nur eines für sich. In der laufenden Spielzeit hat Hergenröthers Team bisher beide Heimspiele gewonnen, das Punktspiel in Marburg aber verloren.

Play-off-Rituale hat das Kelterner Team nicht. So lässt sich Hergenröther auch nicht – wie es Eishockeyspieler tun – einen Bart wachsen. Allerdings will er heute wieder dasselbe Paar schwarze Schuhe anziehen. Seit er coache, trage er diese Schuhe bei jedem Spiel, verrät Hergenröther der PZ.