08:39:35 23.04.2018

Erste Heimniederlage beendet Aufstiegstraum

Die GiroLive Panthers Osnabrück haben den Aufstieg in die 1. DBBL verpasst. Das Team um Mannschaftsführerin Melina Knopp verlor auch die zweite Partie der Finalserie gegen das Wolfpack Wolfenbüttel.  54:62 (29:37) hieß es nach 40 intensiven und umkämpften Minuten vor 800 Zuschauern in der OSC-Halle A. Besonders bitter: Es war die erste Heimniederlage im zwölften Spiel. „Wolfenbüttel war besser und hat die Serie verdient gewonnen“, musste Headcoach Mario Zurkowski anerkennen.

Die ersten vier Minuten verliefen ausgeglichen (10:10), doch schon kurz darauf mussten die Panthers eine Auszeit nehmen (10:15; 7. Minute). Durch Freiwürfe kamen die Gastgeberinnen wieder heran, gingen aber trotzdem mit einem sieben-Punkte-Rückstand in das zweite Viertel (16:23).

In der 14. Minute geriet Osnabrück erstmals zweistellig ins Hintertreffen (20:30). Melina Knopp netzte anschließend von der Dreierlinie ein, es sollte aber bis kurz vor Schluss der einzige erfolgreiche Distanzwurf bleiben. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dem Wolfpack, das die Führung wieder etwas ausbauen konnte (29:37).

Nach dem Seitenwechsel gab der Hauptrundenerste den Ton an, Wolfenbüttels erster und einziger Korb im gesamten dritten Viertel fiel erst nach dreieinhalb Minuten (33:39). Die Gäste punkteten bis zum Schlussabschnitt nur noch einmal von der Freiwurflinie. Dara Taylor besorgte 53 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen die erste Führung seit dem 4:2 in der zweiten Minute (41:40).

Im finalen Spielabschnitt ging es nun wieder Schlag auf Schlag. Emma Eichmeyer brachte die Panthers noch einmal in Front (47:45; 32.), aber schon im nächsten Angriff lag der Vorteil wieder auf Seiten der Gäste. Jenny Strozyk verkürzte in der 35. Minute auf 51:54. Beide Teams haderten nun mit der Wurfausbeute, Wolfenbüttel gelang in dieser Phase aber immerhin vier Zähler durch Freiwürfe (51:58; 39.). Melina Knopp ließ mit ihrem zweiten Dreier 48 Sekunden vor Spielende noch einmal Hoffnung aufkommen (54:58). Doch die Gäste machten den Sieg und den damit verbundenen Aufstieg an der Freiwurflinie perfekt. „Wir werden versuchen, im nächsten Jahr noch ein bisschen stärker zurückzukommen und das tolle Projekt hier fortzuführen“, so Co-Trainer Stefan Eggers. Und auch Zurkowski fand trotz aller Enttäuschung nach Spielende lobende Worte: „Glückwunsch an meine Mannschaft. Ich bin unglaublich stolz auf sie.“

Die Panthers gestalteten das Reboundduell anders als in der Vorwoche nahezu ausgeglichen (39:40). Sowohl bei den Ballverlusten (8:15) als auch Steals (14:4) hatte Osnabrück die besseren Werte. Letztlich wurden dem Hauptrundenersten die schwache Trefferquote aus dem Zweier- (34% gegenüber 46%) sowie Dreierbereich (2/16 gegenüber 4/20) zum Verhängnis. Die Freiwürfe verwandelten sie mit besserer Quote (16/20, 80%), Wolfenbüttel ging traf aber öfter von der Linie (20/30).

Die Viertel im Überblick: 16:23; 13:14; 12:3; 13:22.

Für die Panthers spielten: Tonia Dölle, Emma Eichmeyer (2 Punkte), Mikaela Gustafsson (4, 9 Rebounds), Evita Iiskola (4), Melina Knopp (10/2 Dreier, 4 Steals), Milica Milosev (6), Jacinda Myers-Sanders (4), Jenny Strozyk 10, Dara Taylor 14, Ramona Tews.