12:27:19 14.04.2017

DJK-Damen fahren zum ersten Finale nach Heidelberg

Zusammengewachsen sind die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg getreu ihrem Playoff-Motto in der Halbfinalserie gegen die BVUK. Sharks aus Würzburg. Am Ostersamstag ab 17.30 Uhr gilt es nun, zusammen zu wachsen – bestenfalls gar über sich hinaus. Denn dann bittet Hauptrunden-Gewinner und Aufstiegsaspirant AXSE BasCats USC Heidelberg zum ersten von maximal drei Endspielen um die Meisterschaft in der 2. Planet Photo Damen-Bundesliga Süd. „Wir spielen ohne Druck“, sagt DJK-Leistungsträgerin Svenja Zeis im Vorfeld.

„Es ist vollkommen egal, wer wie viele Spiele in der Saison wie hoch gewonnen oder verloren hat. Die nächsten zwei Siege zählen, sonst nichts.“ Während von Heidelberger Seite oft und gerne auf den zweifelsohne hochverdienten 71:39-Kantersieg aus der Hinrunde eingegangen wird, pflichtet Ulf Schabacker seiner Spielerin bei und misst diesem wie auch eigenen Errungenschaften keine Bedeutung im Hinblick auf die bevorstehenden Duelle bei. „Sie haben in der gesamten Saison ein Spiel verloren, und das mit einem Punkt. Aber das war die Hauptrunde. Playoffs sind Playoffs. Trotzdem ist die Ausgangslage natürlich klar: Heidelberg ist absoluter Favorit und nimmt diese Rolle ja auch an. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe und worauf es für uns ankommen wird“, hält sich Bambergs Cheftrainer an die Fakten. Nach der starken Halbfinalserie gegen den unterfränkischen Nachbarn aus Würzburg, in der sich seine Mannschaft laut dem fachkundigen Publikum eine gewisse Reife erspielte, ist eine Überraschung aber keineswegs ausgeschlossen.

Der Weg des souveränen Hauptrunden-Gewinners führte über Bad Homburg ins Finale. Entsprechend ihrem Selbstverständnis setzte sich die Truppe von Headcoach Dennis Czygan in zwei Partien durch und fiebert nun ihrem “Traumfinale“ entgegen. In eben diesem treffen zwei Vereine aufeinander, die eint, dass sie seit Jahren zu den Spitzenteams der Liga zählen und sich einen Namen gemacht haben, die sich in ihren Zielen und ihrer Ausrichtung aber durchaus unterscheiden. Sehen sich die BasCats bei ihrer siebten Playoff-Teilnahme in Serie sowie nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr nun an der Reihe, wenn es um den Aufstieg in die 1. Liga geht, steht die Entwicklung der Bamberger Mannschaft eher am Anfang. Das Durchschnittsalter des Aufgebots für die Endspiele beträgt 20 Jahre, sechs Spielerinnen spielen ihre ersten Zweitliga-Playoffs. Die Früchte der Nachwuchsarbeit könnten überdies auch an anderer Stelle Einfluss auf die Serie nehmen. Sollte es nach dem Aufeinandertreffen in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle (Samstag, 22. April, 16.30 Uhr) 1:1 stehen, käme das dritte und entscheidende Match aufgrund des TOP4-Turniers in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL), in der die Brose-Youngsters am 29./30. April in Wolfenbüttel ebenfalls um den Titel spielen, erst am 06. Mai – dann wieder in Heidelberg – zur Austragung.

Bis dahin stehen aber noch mindestens zweimal 40 intensive Minuten Meisterschaftsfinale auf dem Programm. „Beide Mannschaften kennen sich, ihre Stärken und ihre Schwächen“, meint Schabacker. „Entscheidend werden sicherlich die direkten Duelle sein: Victoria Waldner gegen Erica Carlson, Svenja Zeis gegen Viktoria Krell, Liisi Sokman gegen Helena Chatzitheodoros, Janett Perv gegen Serena Benavente. Im Halbfinale ist es uns gelungen, die Stärken des Gegners wegzunehmen. Heidelberg ist aber wesentlich breiter aufgestellt. Von daher ist unsere Teamdefense gefragt.“ Laut Zeis hat die Mannschaft in den Spielen gegen Würzburg gezeigt, dass sie zurecht im Finale steht. Jetzt will sie mehr: „Ein Finale hat seine eigenen Regeln. Heidelberg ist ein starker Gegner, aber wir werden alles daran setzen, ihn zu schlagen.“