11:01:47 05.03.2018

Der erste sportliche Absteiger steht fest

1. DBBL: Am drittletzten Spieltag der Hauptrunde in der 1. Planet-Photo DBBL (Damenbasketball-Bundesliga) wurde die Frage nach dem ersten sportlichen Absteiger beantwortet, denn die GISA Lions aus Halle können die Klasse nach der Heimniederlage gegen Saarlouis nicht mehr halten. Sie werden als erster sportlicher Absteiger der Saison 2017/18 geführt. Der zweite sportliche Absteiger wird zwischen Göttingen und Heidelberg ermittelt.

Hier die Ergebnisse des 20. Spieltags:

AXSE BasCats Heidelberg - Fireballs Bad Aibling  83:93
GISA LIONS SV Halle - TV Saarlouis Royals  73:80
Herner TC - TK Hannover  82:70
BG 74 Veilchen Ladies - ChemCats Chemnitz  43:59
TH Wohnbau Angels - Rutronik Stars Keltern  88:74
TSV Wasserburg - BC Pharmaserv Marburg  (06.03.2018, 19.30 Uhr)

Es war ganz sicherlich nicht die schwächste Saisonleistung, auch an Einsatzwille mangelte es nicht. Und dennoch reichte es für Halle nicht. Die Lions hätten die Partie gegen Saarlouis unbedingt gewinnen müssen, um sich noch die kleine Chance auf den Klassenverbleib offen zu halten. Die gut 850 Zuschauer spürten von der ersten Sekunde an, dass die Gastgeberinnen durchaus gewillt waren, diesen letzten Strohhalm zu ergreifen. Doch nachdem man nach neun Playoff-Teilnahmen in Folge schon im letzten Jahr so gerade eben den Abstieg verhinderte, wollte genau das diesmal nicht gelingen. Die Hoffnung aber hielt lange an. Durch einen erfolgreichen Drei-Punkt-Wurf von Kimberly Pohlmann verkürzte Halle knapp zwei Minuten vor Ende nochmals auf 71:73, ein entscheidender Ruck aber wollte nicht durch die Reihen der Gastgeberinnen gehen. Somit werden die GISA Lions als erster sportlicher Absteiger geführt.

Entweder am nächsten oder erst am letzten Hauptrundenspieltag wird sich entscheiden, wer als zweiter sportlicher Absteiger in die Annalen eingetragen werden muss. Sowie die Göttinger Veilchen Ladies als auch die Heidelbergerinnen verloren ihre Heimspiele. Göttingen hat noch die Chance auf den Klassenerhalt, muss aber beide noch ausstehenden Begegnungen gewinnen, während die BasCats beide verlieren müssen. Den Veilchen Ladies, die gegen Chemnitz auf gerade einmal 43 Punkte kamen, war die Nervosität über weite Strecken anzumerken. Nach einer 28:26-Halbzeitführung lief bei den Gastgeberinnen in der ersten 20 Minuten nicht mehr viel zusammen. Nur noch 15 eigene Punkte konnten verbucht werden – freilich zu wenig, um die Gäste aus Sachsen ernsthaft in die Bredouille bringen zu können. “Wir hatten uns so gut vorbereitet, waren dann aber mental nicht auf der Höhe. Vielleicht war auch der Druck einfach zu groß”, meinte Göttingens Trainer Giannis Koukos.
Auch in Heidelberg gab es für die Gastgeberinnen keinen Grund zu jubeln. Die BasCats verloren das Offensivspektakel gegen die Fireballs und haben den Klassenerhalt damit weiterhin nicht unter Dach und Fach. Nach fünf Heimsiegen in Serie war dies die erste Niederlage für den Aufsteiger, der Bad Aibling eine Partie auf Augenhöhe bot, die im Endeffekt durch Nuancen entschieden wurde. Ein mit entscheidender Aspekt war, dass man die Kreise von Lauren Engeln und Lindsay Sherbert, die gemeinsam auf 50 Punkte kamen, nicht einengen konnte. Bei Heidelberg stach Veshaundra Young mit 26 Zählern heraus.


2. DBBL:  Spannung im Keller

Auch in der Zweiten Liga Nord steht der Abstiegskampf im Fokus. Hier könnte es am letzten Spieltag zum “Keller-Showdown” zwischen den Bergischen Löwen und Citybasket Recklinghausen kommen, die mit jeweils acht Punkten am Tabellenende stehen. Die Bergischen Löwen, in Bergisch Gladbach-Herkenrath beheimatet, verloren unter dem neuen Coach Jean-Francois Loop mit 63:79 bei den AVIDES Hurricanes, während Recklinghausen dem Wolfpack aus Wolfenbüttel mit 60:86 unterlag.