10:50:13 12.03.2018

Der Abstiegskampf spitzt sich zu

1. DBBL: Am vorletzten Hauptrundenspieltag der 1. Planet-Photo DBBL (Damenbasketball-Bundesliga) hat sich die Frage nach dem zweiten sportlichen Absteiger nach den Halle Lions nicht beantwortet. Die Veilchen Ladies haben durch den Sieg in Saarlouis die Möglichkeit, die Heidelberger BasCats am letzten Spieltag noch zu überflügeln. Fest steht aber, dass Wasserburg erstmals seit 2012 nicht als Sieger der Hauptrunde in der Playoffs einziehen wird, sondern die Rutronik Stars aus Keltern.

Hier die Ergebnisse des 21. Spieltags:

AXSE BasCats Heidelberg - Rutronik Stars Keltern  49:88
TV Saarlouis Royals - BG 74 Veilchen Ladies  57:69
ChemCats Chemnitz - TSV Wasserburg  67:60
TK Hannover - TH Wohnbau Angels  81:72
BC Pharmaserv Marburg - Herner TC  62:65
Fireballs Bad Aibling - GISA LIONS SV Halle  86:64

Heidelberg war gegen den Klassenprimus chancenlos, was man bei 39 Punkten Differenz ja schon erahnen kann. Veshaundra Young kam zwar für die Gastgeberinnen auf 20 Punkte, war aber im Prinzip die Einzige, die den souveränen Gäste Probleme bereitete. Für diese erzielten Stina Barnert, Marina Markovic und Amber Orrange jeweils 13 Punkte. Und nun kommt es für die BasCats zum Abstiegsendspiel in Halle, und genau das wollte man unbedingt verhindern. Sollten die Heidelbergerinnen nämlich diese Partie verlieren und die Göttingerinnen zeitgleich in eigener Halle gegen Bad Aibling gewinnen, wäre Heidelberg aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs gegenüber Göttingen abgestiegen.

Die Göttingerinnen wiederum sind nach dem Erfolg im Saarland natürlich äußerst motiviert, nun auch final gegen die Fireballs zu punkten. "Wir hatten und wir haben eine Chance. Und an die glauben wir", gibt sich Richard Crowder, Geschäftsführer bei den Veilchen Ladies, stellvertretend kämpferisch. Nach dem Seitenwechsel verkürzte Saarlouis zwar bis auf vier Punkte, doch in Führung gingen die Gastgeberinnen, für die es noch um einen Playoff-Platz ging, nie. Spielentscheidend waren letztlich neben den Einzelleistungen der Akteure Warner, Crowder, Pierce, Donders und Nguyen, dass sich alle merklich gegen den drohenden Abstieg stemmten. Zudem war die Wurfquote aus dem Feld mit 45 Prozent diesmal sehr viel höher als in der letzten Partie gegen Chemnitz und bei den Royals, die gerade mal 30 Prozent ihrer Würfe einnetzten. Centerin Verdine Warner war von den Royals nie zu kontrollieren. Sie kam auf 26 Punkte und 19 Rebounds.


2. DBBL:  Der Südgipfel ging an Bod Homburg

Der Tabellenzweite der 2. Liga Süd, Elangeni Falcons Bad Homburg, brachte dem Spitzenreiter Eisvögel USC Freiburg mit dem 69:67 im Gipfeltreffen die vierte Saisonniederlage bei. Die Spanierin Nerea Garmendia Odriozola war dabei mit 20 Punkte die beste Schützin, aber auch die auffälligste Spielerin. Dennoch bleiben die Freiburgerinnen vor dem letzten Hauptrundenspieltag auf Platz eins.
Im Norden setzte sich das Wolfpack Wolfenbüttel deutlich mit 87:59 gegen Tabellenzweiten TG Neuss Tigers durch. Nakeshia Hyde (28 Pkt.) war in Reihen des Wolfpacks die erfolgreichste Punktesammlerin.