22:58:19 12.03.2018

Bender Baskets "rocken die Halle"

GRÜNBERG-Mit einem 65:60 (27:29)-Sieg gegen Eintracht Braunschweig verabschiedeten sich die Bender Baskets Grünberg in der 2. Damen-Bundesliga (Nord) von ihren Zuschauern. Außergewöhnlich voll war die Sporthalle Theo-Koch-Schule dabei am Sonntag am vorletzten Spieltag der Saison 2017/18.

Bender Baskets Grünberg -
Eintracht Braunschweig 65:60

Grünberg startet mit Katharina Philipppi, Paula Kohl, Jana Putz, Marie Reichert und Maggie Proffitt. Die ersten Punkte der Gastgeberinnen erfolgten nach tadellosem Teamplay durch die ältere der beiden Kohl-Schwestern. Vor allem Meinhart machte sich in der Anfangsphase mit einigen Steals bemerkbar. Braunschweigs Coach Juliane Höhne sah sich nach vier Minuten zu ihrer ersten Auszeit gezwungen (7:4), die anfängliche Hochphase der Gastgeberinnen wurde durch ein Aufbäumen der Niedersachsen gestoppt. Nach zehn gespielten Minuten stand es 12:12. Was das Publikum zu sehen bekam, war eine Partie auf Augenhöhe, bei der es durchaus auch mal ruppig zugehen konnte. In der 15. Minute traf dann Hannah Reeh aus der Distanz, Reichert legte nach und brachte ihre Farben wieder in Führung (23:22). Braunschweigs Trainerin war sehr unzufrieden, in der zweiten Auszeit fragte sie ihr Team gar, ob man nicht gleich nachhause fahren wolle - eine deutliche Ansage! Die Führung wechselte nun hin und her (27:29/20.).

Nach dem Kabinengang wurden zunächst vor allem die Kohl-Schwestern zum Motor, am Ende kamen sie zusammen auf 29 Punkte. Wieder und wieder liefen indes die Gäste in blau-gelb gegen die harte Grünberger Defensive an, teilweise kamen sie innerhalb der 24 Sekunden gar nicht zum Abschluss. Dennoch schafften die Hausherrinnen es nicht, sich abzusetzen (46:44/30.). Zwar traf Jana Putz mit der Sirene ihren Buzzerbeater, doch leider zu spät. Trainerin Aleksandra Heuser beschwerte sich bei den Unparteiischen über ein nicht gegebenes Foul zuvor und kassierte dafür ein technisches Foul.

Eine hitzige Partie hatte sich entwickelt. Bis zum Schluss blieb es spannend. Dann schlug die Sternstunde von Marie Reichert: Zweimal zog sie mit Elan zum Korb. "Es war eine wirklich gute Stimmung, um jeden Zentimeter wurde gekämpft und am Ende haben wir verdient gewonnen. Ich platze vor Stolz wenn ich sehe, wie mein junges Team als gestandene Mannschaft so die Halle rockt."

Quelle: Charlotte Gemmeke (Gießener Anzeiger)