01:34:45 05.02.2018

AXSE BasCats ohne Chance in Marburg

Auch im neunten Auswärtsspiel dieser Saison gab es für die AXSE BasCats keine Punkte. Am 17. Spieltag verloren sie letztlich klar mit 66:84 beim BC Marburg. Nach einer defensiv schwachen ersten Halbzeit steigerte sich das Team, schaffte es aber nicht, näher als elf Punkte heranzukommen. In einigen Szenen fehlte einfach auch das Glück.
 
Die AXSE BasCats wurden im ersten Viertel von außen „erschossen“. Fast jeder Distanzwurf der Marburgerinnen war drin. Vor allem Katlyn Yohn hatte einen Schokoladentag erwischt. Die BasCats verteidigten zu nachlässig, und offensiv versuchten sie es häufig mit wilden Würfen, die ihr Ziel nicht trafen. Frappierend war die Unterlegenheit im Offensivrebound. Die Abpraller landeten fast immer bei Marburg. So stand es zur Viertelpause 26:15.
 
Zu Beginn des zweiten Viertels schien es etwas besser zu werden, doch wieder kassierten die BasCats Distanztreffer von Finja Schaake und zweimal Yohn. Michala Palenickova hatte gute Szenen, verwandelte in kurzer Zeit drei Freiwürfe und versenkte einen Dreier. Marburg passte außerordentlich gut und fand immer wieder freie Spielerinnen. Beim 47:26 waren es erstmals mehr als 20 Punkte Rückstand, doch Sara Kranzhöfer, Rachel Arthur und Anne Zipser konnte bis zur Pause noch verkürzen.
 
Ab dem dritten Viertel wurde die Verteidigung der AXSE BasCats viel intensiver, so dass Marburg die Punkte zunehmend schwerer fielen. Doch der international erfahrene BC Marburg scort einfach viel ausgeglichener als die BasCats, so dass die Wende bei allem Bemühen nicht mehr gelang. Immer wenn die Heidelbergerinnen etwas herankamen, konnte Marburg zurückschlagen. Immer wieder gab es kleine Läufe für die Gastgeberinnen, die nie ernsthaft in Gefahr gerieten. Zur letzten Viertelpause waren es wieder 17 Punkte Rückstand.
 
Im vierten Viertel hatte Laurien Lummer eine sehr gute Phase, aber außer ihr traf nur noch Vee Young und ganz am Schluss Rachel Arthur. Es gab zu viele Einzelaktionen, geplante Spielzüge waren nur selten zu sehen. Das verdeutlich auch die Statistik, in der die BasCats nur ganze sieben Vorlagen stehen haben. Auch die Wurfquote aus der Nahdistanz und die Freiwurfquote war nicht gut genug. Die Partie endete symptomatisch – Paige Bradley verwandelte drei Sekunden vor Schluss einen Distanzwurf zum 84:66-Endstand.
 
Stenogramm: 6:6 (2.), 17:6 (5.), 22:12 (7.), 26:15 (10.), 33:23 (13.), 43:23 (18.), 47:31 (Halbzeit), 53:42 (24.), 59:48 (27.), 67:48 (29.), 67:50 (30.), 71:60 (33.), 77:64 (36.), 84:66 (Endstand).
 
BC Marburg: Schaake 18/2, Yohn 16/4, Bertholdt 10, Greunke 8, Wagner 8, Bradley 6/2, Baker 6, Voynova 6, Wilke 4, Winterhoff 2.
 
AXSE BasCats: Young 21, Le Mar 9/1, Arthur 8, Jones-Smith 8, Palenickova 6/1, Kranzhöfer 6, Lummer 4, Zipser 4, Meusel, Angol, Chatzitheodorou.
 
Rebounds: 44:35 (Marburg/BasCats): Greunke 8, Baker 5, Bertholdt 5, Voynova 5, Wagner 5, Yohn 5 – Young 10, Jones-Smith 10, Arthur 4, Kranzhöfer 4.  
 
Turnover: 16:14.
 
Wurfquote aus dem Feld: 53:37%
Dreierquote: 40:20%
Freiwurfquote: 72:66%
 
Stimmen zum Spiel:
 
Trainer Dennis Czygan: „Wir waren heute gefühlt permanent in Unterzahl… Leider hat uns in der 1. Halbzeit wieder die Intensität in der Verteidigung gefehlt. Deshalb haben wir zu viele Punkte kassiert. Ein Team wie Marburg darf man nicht wegziehen lassen. Die Aufholjagd war gut, wir müssen lernen, das gleich von Anfang an zu zeigen. Am Kampfgeist gibt es nichts zu bemängeln, die Moral stimmt.“
 
Michala Palenickova: „Marburg war heute gut drauf und hat uns von Beginn an gezeigt, dass es nicht leicht wird. Wir haben eine gute Team Defense gespielt, dadurch waren wir weiterhin noch gut im Spiel. Während des Spiels sind uns immer wieder einige Fehler unterlaufen, weshalb wir leider als Verlierer aus der Partie gehen müssen.“
 
Vee Young: „Wir wussten, dass das heute ein hartes Spiel wird, und das war es in der Tat. Wir haben gekämpft, aber den Kürzeren gezogen. Im vierten Viertel waren wir auf zehn Punkte heran, aber wir haben den Fokus verloren und uns ist das Spiel aus den Händen geglitten. Wir haben noch fünf Spiele, darauf liegt unser Fokus nun. Unser nächstes Heimspiel ist gegen Chemnitz, und wir werden uns darauf gut vorbereiten, denn sie werden genauso hungrig auf den Sieg sein, da wir in der Tabelle eng beieinander liegen. Bis dahin werden wir an unseren Schwächen als Team arbeiten, um stärker für die kommenden Spiele zu werden.“
 
Michael Rappe