00:35:30 12.09.2017

An Wasserburg führt kein Weg vorbei

Basketballerinnen aus der Innstadt dominieren Bavaria Cup in Kolbermoor - Aiblinger FireGirls schlagen sich tapfer

Eigentlich hätte es für die Aiblinger FireGirls ein ganz normales Testturnier werden sollen. Doch nachdem sich Spielführerin Lena Bradaric zu Beginn der vergangenen Woche das Kreuzband gerissen hat (wir berichteten), war der „Bavaria Cup“ am Sonntag in Kolbermoor ein erster Härtetest über dem die große Frage stand: Wie wird sich das Team in den ersten Spielen ohne ihre Antreiberin schlagen? Die Antwort: ganz passabel, mit Luft nach oben.

Rund 300 Zuschauer erlebten am Nachmittag in der Pauline-Thoma-Turnhalle dann den ersten Auftritt der Aiblingerinnen gegen den TSV 1880 Wasserburg und kamen gleich zu der Erkenntnis, dass die Abo-Meisterinnen vom Inn wohl auch in dieser Saison das Maß aller Dinge sein werden. Gegen die überlegenen Wasserburgerinnen gab’s ein deutliches 37:60, wobei mit etwas mehr Wurfglück mehr drin gewesen wäre. Am Spielfeldrand mit dabei: Lena Bradaric, die, auf Krücken gestützt, ihre Kolleginnen anfeuerte.

Gegen die Mannschaft aus Triglav, immerhin Vizemeister in der slowenischen ersten Liga, machten es die Bundesliga-Basketballerinnen von der Mangfall dann besser. Sie gewannen dieses Spiel mit 56:40.

Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass Wasserburg nach einem 76:35-Erfolg gegen Triglav mit dem Pokal im Gepäck nach Hause fahren konnte, das Team zeigte sich in einer beeindruckenden Frühform.

Für das Aiblinger Trainer-Team Milos Kandzic und Roland Sovarzo war dieses Turnier eine gute Standortbestimmung, zeigte es ihnen doch, welche Stellschrauben im Mannschaftsgefüge noch justiert werden müssen. Am nächsten Wochenende geht es mit der Vorbereitung für die Saison weiter, die FireGirls treten beim „Angels Cup“ in Nördlingen an und bekommen es da ebenfalls mit Bundesliga-Teams zu tun.

Der erstmals ausgetragene Herto-Park-Bavaria-Cup in Kolbermoor soll übrigens keine Eintagsfliege bleiben. Gemeinsam mit Tobias Tomczyk von der Herto-Gruppe, der bei der Premiere die Hallen-, Pokal- und Schiedsrichterkosten übernommen hat, wollen die FireGirls dieses Turnier in den kommenden Jahren regelmäßig vor der Saison durchführen.
„Es war jetzt am Sonntag die Auftaktveranstaltung und auch etwas mit der heißen Nadel gestrickt“, sagt Tomczyk. „Aber wenn man den deutschen Meister aus Wasserburg und eine Mannschaft wie Triglav dabei hat, dann ist die Qualität gesichert. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen.“

Tomczyk will nun gemeinsam mit den Fireballs-Verantwortlichen ein Resümee zu der Veranstaltung ziehen und dann daran arbeiten, den „Bavaria Cup“ in der kommenden Saison noch attraktiver zu gestalten. „Es ist vorstellbar, dass das Event größer und länger wird“, sagt er. Seine Liebe zum Basketball hat er übrigens nicht erst durch die Fireballs entdeckt. „Ich bin generell sehr sportbegeistert“, erzählt er. „Außerdem hat meine Frau früher selbst Basketball gespielt.“

Foto: Albert Goike