20:04:03 20.03.2017

Anständiger Abschied

Von Dennis Rink

BASKETBALL ASC-Damen zeigen in ihrem vorerst letzten Zweitligaspiel beim 57:81 gegen Bad Homburg eine gute Leistung

MAINZ - In den letzten beiden Minuten unterstützen die Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne ihr Team lautstark. Wie zu besten Zeiten feuern die Fans die Basketballerinnen des ASC Theresianum Mainz an. Gute Stimmung zum Ende einer Ära. Denn mit der Schlusssirene schloss sich das Kapitel Zweite Liga für den ASC endgültig. Mit einer 57:81 (7:11, 27:36, 42:61)-Niederlage verabschiedeten sich die ASC-Mädels aus der zweithöchsten Spielklasse. Der Abstieg hatte schon vorher festgestanden. Mit dem Ende der Begegnung war es jedoch endgültig vorbei.

Doch die Mainzerinnen wollten ihrem Publikum wenigstens noch einmal eine gute Leistung bieten – und taten das auch. „Wir haben gekämpft und haben uns nicht aufgegeben“, sagte Kapitänin Gergana Georgieva. Die gute Stimmung in der Halle habe ihr gezeigt, „dass die Leute weiter an uns glauben. Das war ein schönes Gefühl“.

Gegen die Bad Homburgerinnen, die für ihre sichere Play-off-Qualifikation unbedingt einen Sieg brauchten und deshalb mit vier Ausländerinnen angetreten waren, kämpften die ASC-Mädels von Beginn an um jeden Ball. Obwohl auch noch Patricia Sagerer fehlte, bot das Team von Trainer Alexander Heidbrink den Gästen bis zur Pause Paroli. Nur neun Punkte Rückstand unterstrichen, dass der Favorit sich gegen den Tabellenletzten strecken musste. Erst im dritten Viertel wurde es deutlich. Stark: Der ASC sammelte 46 Rebounds – 17 mehr als Bad Homburg um die ehemalige ASClerin Esther Bleise.

„Wir können mit unseren letzten Spielen zufrieden sein“, sagte Georgieva.

Der Sieg in Wasserburg, die gute Leistung gegen Bad Homburg – Balsam auf die in dieser Saison so geschundene ASC-Seele. Weil Wasserburg auch am letzten Spieltag noch einmal einen Sieg eingefahren hat, haben die Mainzerinnen in der Abschlusstabelle drei Erfolge Rückstand auf den Vorletzten. „Wir sind natürlich traurig“, sagte Georgieva. „Wir haben uns das alle anders vorgestellt.“ Doch Georgieva hat noch nicht aufgegeben. „So wie ich das sehe, ist die Chance hoch, dass wir die Möglichkeit bekommen, in der Liga zu bleiben.“ Die endgültige Entscheidung liege aber beim Verein – und beim neuen Vorstand.

„Die Zukunft ist völlig offen“, sagte Georgieva. „Ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen so passiert.“

Aber erst einmal müssen die ASC-Basketballerinnen diese aufreibende Saison verdauen. Mit einem gemeinsamen Mannschaftsessen ließen sie diese Saison nach der Partie gegen Bad Homburg ausklingen.

ASC: Dötsch (2), Feil (4), Finke (8), Georgieva (21/1 Dreier), Kleinert, Marschall (8), Mortier (8/2), Pinjic (6).

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz